Am 3. November 2026 wurde in Reichenbach im Vogtland ein wichtiger Meilenstein für die Forschungsplattform Kälte- und Energietechnik (KETEC) erreicht. Beim Pressetermin mit anschließendem symbolischem Spatenstich wurden das Vorhaben und die Gebäudeentwürfe Vertretern der Medien vorgestellt. Damit rückt der Aufbau eines zukunftsweisenden Forschungsstandorts für Kälte- und Energietechnik einen entscheidenden Schritt näher.
Die Idee für ein Kältezentrum geht auf erste Überlegungen aus der regionalen Kälteindustrie zurück. Seit 2014 hat sich daraus ein umfassendes Vorhaben entwickelt, an dem zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung beteiligt sind. Die Technische Universität Chemnitz, das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden (ILK) und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) arbeiten gemeinsam daran, in Reichenbach eine leistungsfähige Forschungs- und Entwicklungsplattform aufzubauen.
KETEC verfolgt dabei drei wesentliche Ziele: die Senkung der Kosten für die Kälte- und Wärmeversorgung, die Stärkung von Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region sowie darüber hinaus die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften.
Auf der Plattform sollen Kältemaschinen, Eiserzeuger, Wärmepumpen, Wärme- und Kältespeicher sowie Rückkühler unter praxisnahen Bedingungen aufgebaut, erforscht und getestet werden. Die technischen Möglichkeiten sind dabei beachtlich: So können beispielsweise Kältemaschinen und Wärmepumpen mit jeweils bis zu einem Megawatt Leistung untersucht werden. Auch Zukunftsthemen wie die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren und digitale Lösungen in der Energietechnik spielen eine wichtige Rolle.
Der Pressetermin machte deutlich, dass KETEC nicht nur ein weiteres Forschungsgebäude der TU Chemnitz ist, sondern eine große Bedeutung für die Stadt Reichenbach und die gesamte Region hat. Der Baustart und die Vorstellung des Vorhabens fanden in den Medien breite Beachtung. Mehrere regionale Radiosender und Zeitschriften berichteten am 3. November 2026 über KETEC und den neuen Forschungsstandort in Reichenbach.
Text & Fotos: Manuel Matthes